Erläuterungen werden noch weiter erarbeitet und ergänzt...
60% Hürde: Um einen Antrag auf Nachteilsausgleich stellen zu können, darf der Grad eurer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung 60 % nicht unterschreiten.
Allgemeine Ordnung: In der allgemeinen Ordnung findet ihr nochmal die ausführlichen Formulierungen und Regelungen zu den Themen: Allgemeine Bestimmungen, Studienorganisation, Prüfungsorganisation, Prüfungsvoraussetzungen- und verfahren, Bewertung der Prüfungsleistungen, Wiederholung und Freiversuch sowie, Diploma Supplemente, Prüfungszeugnis und Urkunde. Die Allgemeine Ordnung gilt für alle modularisierten und gestuften Studiengänge und stellt die Grundlage für die Studien- und Prüfungsvorschriften der Studiengänge gemäß der „Ländergemeinsamen Strukturvorgaben“ dar.
Angebotsrhythmus: Nicht alle Lehrveranstaltungen werden in jedem Semester angeboten. Meistens ist es so, dass die Seminare des jeweiligen Moduls in jedem Semester Angeboten werden und die Vorlesungen zum großen Teil lediglich im Wintersemester. Den Angebotsrhythmus eures jeweiligen Faches könnt ihr im dazugehörigen Studienhandbuch auf der Fachzentrumseite nachlesen.
Anzahl der Lehrveranstaltungen pro Modul: In der Regel enthält ein Modul mindestens 3 Lehrveranstaltungen.
Anzahl der Module: Im 6-Semester Bachelor-Studium können ohne das Thesis-Modul höchstens 30 Module auf euch zukommen. Im viersemestrigen Master-Studium sind es ohne das Abschlussmodul nicht mehr als 20 Module.
Äquivalenzleistung: Solltet ihr unverschuldet Teile einer Lehrveranstaltung versäumt haben, hat der Modulverantwortliche zu entscheiden, ob und in welcher Weise euch eine Äquivalenzleistung zugesprochen werden kann. Nach Möglichkeit sollt ihr die Gelegenheit bekommen die versäumten Teile in demselben Semester nachholen zu können. Gegen die Entscheidung könnt ihr beim Prüfungsausschuss Einspruch einlegen.
Ausgleichsprüfung: Wenn ihr einen Teil eines Moduls nicht bestanden habt (Seminar, Vorlesung etc.), dann müsst ihr in eine Ausgleichsprüfung. Diese Ausgleichsprüfung wird erneut von dem jeweiligen Dozenten der Veranstaltung durchgeführt. Mit ihm vereinbar ihr auch den Termin dafür.
Bewertung der Prüfungsleistung: Eure schriftlichen Prüfungsleistungen werden in der Regel innerhalb von sechs Wochen von einem/einer PrüferIn kontrolliert.
Credit-Points (CP's) / Leistungspunkte: Im Laufe eures Bachelor-Studiums müsst ihr 180 CP's erwerben. Das entspricht 30 CP's pro Semester. Ein CP meint dabei die Arbeitsstundenzeit, die ihr für euer Studium aufbringen müsst. Für 1 CP wären das 30 Arbeitsstunden. Das entspricht dann praktisch einer 40 Stunden Woche bei sechs Wochen Urlaub im Jahr. Was alles unter die Arbeitsstundenzeit fällt, könnt beim Begriff „Workload“ nachschlagen.
Lehrveranstaltungsfolge vorgegeben: Innerhalb eines Moduls haben die einzelnen Lehrveranstaltungen einen engen Bezug zueinander und können aufeinander aufbauen. Deswegen solltet ihr die Reihenfolge der Lehrveranstaltungen, falls sie in der Modulbeschreibung festgelegt ist, befolgen. Aber auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel und über diese Ausnahmen entscheidet der/die Modulverantwortliche.
Mindestpräsenz im Bachelor-Modul: Im Bachelormodul steht das Verhältnis von Präsenz und Eigenarbeit bei 1:2.
Modulabschließende Prüfung: Eine modulabschließende Prüfung findet am Ende des jeweiligen Moduls statt. Entweder ist sie direkt vom Modul vorgesehen oder sie kommt durch ein Nicht-Bestehen der einzelnen Teilmodulprüfungen und dazugehörigen Ausgleichsklausuren zustande. Die Modulabschließende Prüfung bezieht sich dabei vom Stoff her auf alle Lehrveranstaltungen des Moduls.
Modulbeginn: Module können je nach Spezieller Ordnung entweder zum Wintersemester oder Sommersemester begonnen werden.
Modulbegleitende Prüfung: In der Regel finden im Bachelor-Studium Modulbegleitende Prüfungen statt. Das bedeutet, dass ihr in der Regel am Ende einer jeden Semester-Lehrveranstaltungen eine Prüfungsleistung erbringen müsst. Das kann zum Beispiel eine Hausarbeit, Klausur, Referat etc. sein. In den Speziellen Ordnungen der Fachbereiche wird geregelt, wie im Falle eines Nicht-Bestehens zu Verfahren ist.
Modulbeschreibung: In der Modulbeschreibung eines jeden Moduls erfahrt ihr den kompletten Inhalt des Moduls und seinen Aufbau. Ihr erfahrt anhand der Modulbeschreibung zum Beispiel auch, wie viele CP's es für das Modul gibt, wer der Modulansprechpartner ist und aus welchen Kursen (Vorlesung, Seminar, Proseminar etc.) das Modul besteht. Die Modulbeschreibungen der jeweiligen Module findet ihr im Studienhandbuch des jeweiligen Faches auf der Fachbereichsseite.
Moduldauer: In der Regel erstreckt sich ein Modul über 1 oder 2 Semester. Wenn sich ein Modul über mehr als ein Semester erstreckt, dann müssen die zum Modul dazugehörigen Lehrveranstaltungen in unmittelbar aufeinander folgenden Semestern von der Uni angeboten und von euch besucht werden.
Module: Eure Erarbeitung der Studieninhalte findet in Modulen statt. Dabei besteht ein Modul aus verschiedenen Lehrveranstaltungen. Alle Einzelheiten zu eurem Modul, das ihr besuchen und abschließen müsst, findet ihr in der dazugehörigen Modulbeschreibung.
Module als Voraussetzung: In einzelnen Fällen kann es sein, dass ihr um ein Modul besuchen zu können, erst andere Module bestanden haben müsst. Sollte dies der Fall sein, findet ihr diese Information in der Modulbeschreibung.
Modulinterne Voraussetzungen: Modulinterne Voraussetzungen sind –wie der Name schon sagt- Voraussetzungen innerhalb eines Moduls. Ein Beispiel wäre eine Teilnahme an einer Praktikumsvorbereitung als Voraussetzung für ein Praktikum. Ob es solche Voraussetzungen gibt, entnehmt ihr der Modulbeschreibung.
ModulverantwortlicheR: Für jedes Modul in eurem Studium gibt es eine/n AnsprechpartnerIn. An diese/n könnt ihr euch jederzeit wenden, wenn ihr generell Fragen zum Modul habt, wissen wollt, ob extern erbrachte Leistungen angerechnet werden, oder plant ein Modul nach hinten zu verschieben oder vorzuziehen. Wer für das jeweilige Modul euer/eure AnsprechpartnerIn ist findet ihr in der jeweiligen Modulbeschreibung.
Modulvoraussetzungen: Einzelne Module eures Studiums können Voraussetzungen von euch verlangen, wie. z.B. Sprachnachweise. Ob und welche das sind, erfahrt ihr durch die jeweilige Modulbeschreibung.
Nachteilsausgleich: Solltet es euch aufgrund einer Behinderung oder chronischen Erkrankung nicht möglich sein an einer Prüfung teilzunehmen oder sie abzuschließen und ihr könnt dies durch ein Attest glaubhaft machen, dann gibt es die Möglichkeit, dass euer Nachteil durch eine Verlängerung der Frist oder eine andere Prüfungsform ausgeglichen wird. Wendet euch dazu an euer zuständiges Prüfungsamt.
Portfoliovorschriften: Ein Portfolio beschreibt eine Sammlung von allen Unterlagen, die ihr in der Lehrveranstaltung bekommen oder selber verfasst habt. Hierzu zählen beispielsweise selbstverfasste Protokolle, Mitschriften oder Exzerpte. Ein Portfolio kann als Teilnahme- und/oder Leistungsnachweis verlangt werden. Die Art und Weise der Gestaltung des Portfolios solltet ihr mit euren Dozierenden absprechen.
Präsenzprüfungsleistungen und Formen: Beachtet allgemein für die Präsenzzeit die neue Regelungen der Anwesenheit in den Allgemeinen Bestimmungen und informiert euch, ob es an eurem Fachbereich eine Änderung der speziellen Ordnungen geben hat. Ob und inwiefern Präsenzprüfungsleistungen vorgesehen sind, ist in der Modulbeschreibung festgelegt.
Prüfungen und Leistungen: Welche Prüfungen und Leistungen ihr erbringen müsst, ist für euch in der Speziellen Ordnung eures Fachbereiches geregelt. Dies könnten zum Beispiel mündliche Prüfungen, Klausuren oder sonstige schriftliche Arbeiten sein. Solltet ihr von einer Prüfung zurücktreten wollen, solltet ihr das unbedingt 10 Tage vor der Prüfung ohne Angabe von Gründen dem zuständigen Prüfungsamt mitteilen oder euch im Flexnow abmelden. Teilweise müsst ihr dann das Modul noch einmal wiederholen.
Prüfungsvorleistungen: In manchen Modulen kann es der Fall sein, dass ihr eine Prüfungsvorleistung erbringen müsst, um zur eigentlichen Prüfung zugelassen zu werden. So ist z.B. in einigen Seminaren das Abhalten eines Referats Voraussetzung, um eine Hausarbeit schreiben zu „dürfen“ oder die Abgabe von Hausaufgaben Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur. Ob es Prüfungsvorleistungen oder –voraussetzungen gibt, entnehmt ihr der Modulbeschreibung.
QSL: QSL steht für die „Mittel zur Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen und der Lehre.“ Bei diesen Mitteln handelt es sich um Geld, welches als Studiengebührenersatzmittel vom Land gezahlt werden, das ausschließlich zur Verbesserung der Lehre genutzt werden soll. Ihr habt dabei selber Mitbestimmungsrecht und könnt eigene Ideen/Anträge zur Verbesserung der Studienbedingungen in eurem Fachbereich oder allgemein anbringen. Nähere Infos und die Anträge findet ihr unter: http://www.qsl-fuer-alle.de.
Spezielle Ordnung: In den Speziellen Ordnungen findet ihr Abweichungen und/oder Ergänzungen für euer jeweiliges Fach/Bachelor/Master zu der allgemeinen Studienordnung. Die aktualisierte spezielle Ordnungen findet ihr unter folgendem Link (http://www.uni-giessen.de/cms/mug/7/findex35.html) oder auf der jeweiligen Fachbereichsseite.
Stud IP: Stud IP ist eine Online-Plattform der Universität Giessen. Mit eurer Benutzerkennung und dem Netzpasswort könnt ihr euch dort jederzeit einloggen. Auf dieser Plattform findet ihr sowohl das kommentierte Vorlesungsverzeichnis mit mehr Informationen zu den Veranstaltungsinhalten, wie auch die Möglichkeit euch in eure Veranstaltungen einzutragen und somit Zugriff zu haben, auf die Dateien, die der jeweilige Dozent passend zur Veranstaltung hochlädt. Stud IP verfügt auch über eine Funktion mit der ihr euch euren Stundenplan zusammenbasteln und ausdrucken könnt. Um Stud IP zu finden, einfach auf die Startseite [http://www.uni-giessen.de] gehen und dann ganz rechts Stud IP anklicken. Ihr werdet umgehend weitergeleitet.
Studiengangsstruktur: Die Studiengangsstruktur zeigt, wie euer Studiengang aufgebaut ist. Es wird z.B. zwischen Basismodulen, Vertiefungsmodulen, Kernmodulen, Wahlmodulen etc. unterschieden. Wie euer Studiengang aufgebaut ist, könnt ihr im Bereich Studium auf den jeweiligen Fachbereichsseiten nachlesen.
Studienverlaufsplan: Den Studienverlaufsplan für euer jeweiliges Fach findet ihr online auf der jeweiligen Fachbereichsseite. Er gibt euch Auskunft darüber, wie ihr am optimalsten eure Module legt. Allerdings ist der Studienverlaufsplan nicht als obligatorisch zu verstehen. Er dient lediglich als Anhaltspunkt, wie man sein Studium in Regelstudienzeit gestalten kann. Es gibt für euch auch die Möglichkeit, komplette Module vorzuziehen oder nach hinten zu verschieben.
Teilnahmevoraussetzungen: Einzelne Studienfächer der JLU Gießen weisen Teilnahmevoraussetzungen auf. Aber nicht nur die Fächer, sondern auch Module können Einschränkungen für eine Teilnahme haben. Ob das bei euch der Fall ist, entnehmt ihr am besten dem Studienhandbuch des jeweiligen Faches.
Teilzeitstudium (Teilzeitstudent): Wenn ihr aufgrund eures Jobs, der Pflege von Angehörigen oder einem anderen wichtigen Grund daran gehindert seid, ein Vollzeitstudium zu absolvieren, habt ihr die Möglichkeit auf ein Teilzeitstudium. Dafür müsst ihr allerdings mindestens die Hälfte eurer Zeit dem Studium widmen. Einen Antrag auf Teilzeitstudium könnt ihr in jedem Semester für die Dauer von zwei aufeinanderfolgenden Semester beantragen. Solange ihr nicht das Doppelte der Studienzeit erreicht, dürft ihr diese Anträge stellen.Vor der Antragsstellung müsst ihr jedoch eine Studienfachberatung wahrnehmen.
Thesis: Unter der Bachelor-Thesis versteht man international eine wissenschaftliche Arbeit, die für den Abschluss eines (Bachelor)-Studienganges verfasst wird. Die Bachelorarbeit dient dabei im Allgemeinen als Nachweis darüber, dass der Prüfling in der Lage ist, eine wissenschaftliche Arbeit selbständig, aber unter Betreuung zu verfassen. Mit Beginn der vorlesungsfreien Zeit im 5. Semester hat man die Möglichkeit seine Thesis beim Prüfungsamt anzumelden. Die genauen Fristen lassen sich auf der Fachbereiche und Zentren Seite der JLU nachlesen. In der Regel werden für die Thesis 6-12 CP's vergeben. Die genaue Anzahl findet ihr im Studienhandbuch des jeweiligen Faches.
Veranstaltungstyp: Ein Modul besteht aus verschiedenen Veranstaltungstypen. Es gibt Vorlesungen, Seminare, Proseminare, Projektseminare, Übungen, Kurse und Ringvorlesungen. Die Vorlesungen und Ringvorlesungen sind als einzige nicht auf eine Teilnehmerzahl beschränkt. Dort erwartet euch Frontalunterricht. Bei der Ringvorlesung geschieht dies nicht nur durch einen Dozierenden, sondern durch wechselnde Dozierende. Die verschiedenen Seminare sind meistens auf 40 oder weniger Teilnehmer begrenzt. Hier wird aktiv an Themen-Schwerpunkten gearbeitet.
Wiederholungsprüfung: Solltet ihr sowohl die normale wie auch die Ausgleichsprüfung in einem Teil eines Moduls nicht bestanden haben, müsst ihr eine Wiederholungsprüfung über das ganze Modul ablegen. Diese wird meist auch Modulabschlussprüfung oder Modulprüfung genannt. Hierbei wird dann Wissen von allen Modulveranstaltungen abgefragt. Die Termine dafür erfahrt ihr meist von den Dozenten oder über das Schwarze Brett des jeweiligen Faches.
Workload: Der Workload beschreibt den zeitlichen Arbeitsaufwand, den ihr als Studierende für ein Modul erbringen müsst. Die Angabe des Workloads soll gewährleisten, dass ein Studium innerhalb der vorgegebenen Anzahl an Semestern zu studieren ist und ist somit ein wichtiger Indikator für die Studierbarkeit. Um die zeitliche Beanspruchung zu berechnen wird davon ausgegangen, dass es in einem Jahr 45 Wochen mit jeweils 40 Arbeitsstunden gibt. Das entspricht 1800 Arbeitsstunden im Jahr und 900 pro Semester. Als Arbeitsstunden im Studium zählen Tätigkeiten wie Präsenzzeit in Lehrveranstaltungen, Selbststudium, Vor- und Nachbereitung einer Veranstaltung, Prüfungsvorbereitung und Prüfungen, das Erstellen von Studien- und Abschlussarbeiten (Referat, Hausarbeit etc.) und sonstige studienrelevante Tätigkeiten (Praktika, Exkursionen etc.). Der berechnete Workload bildet ebenfalls die Basis für die Vergabe der Credit-Points (CP's). In einem Studienjahr sollen 60 CP's vergeben werden, dass heißt 30 CP's pro Semester. Das bedeutet also ein CP besteht aus 30 Workload-/Arbeitsstunden.
Workloadverschiebung: Die oben ausgeführten Berechnungen des Workloads stimmen meistens nicht mit dem tatsächlichen Arbeitsaufwand von Studierenden überein. So kann es durch erhöhte Prüfungslast oder Praktika in bestimmten Phasen des Studiums zu einer Verschiebung des Workloads kommen.