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Warum ein Referat für Studium und Lehre?

Studium und Lehre..was steckt überhaupt dahinter? Okay, jeder wird wahrscheinlich an Studienverlaufspläne, Module, Klausuren oder den ein oder anderen Prof. denken. In erster Linie denkt wohl auch jeder an sein eigenes Studium und wie dieses am effektivsten und besten gestaltet werden kann. Jeder hat da unterschiedliche Vorstellungen, aber was wohl allen gemein ist, ist der Wunsch nach einem selbstgestalteten Studium, dass nicht von vorne bis hinten durchstrukturiert ist und kaum mehr Platz für eigene Freiräume lässt. Ebenso dürfte n sich die Studierenden darüber einig sein, dass studieren sinnvoller ist, wenn man anstelle von 60 mit 20 Leuten in einem Seminar sitzt und der Dozierende bei dem man eine Klausur geschrieben hat, auch mal erreichbar ist.

Diese und viele andere Wünsche und Ansprüche kann und sollte man an das eigene Studium stellen, aber das eigene Studium ist auch das Studium der Anderen und entsprechend beinhaltet der Bereich Studium und Lehre neben der  Vermittlung von Inhalten (und natürlich vieles mehr) auch immer  eine politische Komponente. 

Dass man flexibel und möglichst ohne Studiengebühren studieren kann, ist weder eine Selbstverständlichkeit noch gängige Praxis oder die Realität an Universitäten. So ist die Abschaffung von Studiengebühren in fast allen Bundesländern zwar begrüßenswert, aber die Kosten die ein Studium verursacht sind nach wie vor hoch, bei teilweise magerer Lehr- und Lernqualität. Weiterhin gibt es politische Entscheidungen die gerade in den letzten Jahren die Hochschullandschaft komplett verändert haben und das nicht unbedingt zum Vorteil der Studierenden. So hat es vor allem durch den Bologna-Prozess folgenreiche Umstrukturierungen in der Lehre gegeben. Weiterhin wird es nicht ohne weitreichende Konsequenzen bleiben, dass die Hochschulen durch G8 in Zukunft auseinanderplatzen und sich Studierende in den Vorlesungen und Seminaren mehr aufeinanderstapeln als nebeneinanderzusitzen. Schlechtere  Arbeits-, Raum- und Lehrbedingungen  werden dann letztendlich wieder auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen.

Der Grundgedanke des Referats Studium und Lehre besteht also darin Lehre nicht nur für den Einzelnen zu verbessern, sondern den Bildungs- und Ausbildungsauftrag den Universitäten und Lehrpersonal leisten in einem politischen Gesamtkontext zu sehen der alle betrifft. Dabei geht es nicht um vermeintlich exzellente Fördermöglichkeiten oder Eliteausbildung, sondern um Solidarität unter Studierenden mit dem gemeinsamen Ziel einer guten Hochschulausbildung.

Das gelingt natürlich am besten, wenn alle Studierenden sich angesprochen fühlen und noch besser gelingt dass, wenn ihr in unserem Arbeitskreis mitwirkt und uns direkt mitteilt was euch stört und was nicht sein sollte. Der Arbeitskreis trifft sich immer montags von 14-16 Uhr im AStA.